Die Buchungsvolumina im westlichen Balkan gingen im März und April stark zurück, da steigende Treibstoffkosten und Unsicherheiten im Luftverkehr - größtenteils verbunden mit Instabilität anderswo im Mittelmeerraum - Stornierungen aus mehreren europäischen Quellmärkten ausgelöst haben. Die Daten für Mai zeigen ein anderes Bild.
Dubrovnik, der klarste Gradmesser für die Leistung der kroatischen Küstensaison, verzeichnete bis zum 11. Mai 2026 231.870 Ankünfte, ein Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2025. Das Vereinigte Königreich bleibt der wichtigste Quellmarkt, gefolgt von den USA, Frankreich, Polen und Deutschland. Branchenvertreter melden, dass die Buchungen für Mai sich stabilisiert haben und das Vertrauen schneller zurückzukehren scheint, als einige Betreiber im April erwartet hatten.
In Montenegro haben Fluggesellschaften bereits mehr als 14 neue Sommerflugrouten nach Tivat und Podgorica bestätigt, mit mehr als 20 Routen bis zur Hochsaison. Die Expansion stellt das größte Einzelsaisonwachstum in der montenegrinischen Luftkonnektivität seit mehreren Jahren dar.
Was sich geändert hat und warum
Die Frühjahrsunterbrechung hatte zwei Hauptursachen. Erhöhte Kerosinkosten - getrieben durch Energiemarktvolatilität - wirkten sich in Airline-Aufschlägen und reduzierter Kapazität bei einigen Charterflügen aus. Gleichzeitig beeinträchtigte allgemeine Unsicherheit rund um Reisemuster im Mittelmeerraum das Vorauszahlungsvertrauen.
Keiner dieser Faktoren hat sich vollständig gelöst, aber der Balkan hat davon profitiert, als sowohl erschwinglich als auch abseits der spezifischen Problembereiche wahrgenommen zu werden.
Aktuelle Bedingungen für Reisende
Einreisebedingungen in der gesamten Region haben sich für britische, EU- oder US-Passinhaber nicht geändert. Dubrovnik und die breitere dalmatinische Küste arbeiten normal, ebenso wie Grenzübergänge zwischen Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Serbien.
Ende Mai und Anfang Juni ist eines der günstigeren Zeitfenster für einen Balkanbesuch. Unterkünfte in Dubrovnik und Kotor sind deutlich günstiger als die gleichen Optionen im Juli und August, und wichtige Sehenswürdigkeiten - die Altstädte, Plitvicer Seen, die Bucht von Kotor - sind vor dem großen Sommeransturm erheblich weniger überfüllt.